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Hausgeschichte Lübsche Straße 37
Allgemeine AngabenDieses Gebäude (Abb. 1) befindet sich im 23. Quartier der Wismarer Altstadt . Im Alten Stadtbuch ist die Lübsche Straße 37 als "Qverhaus" und "Thorweg" mit den Nummern 1181 (W) und 1180 (O) registriert. In der Besitzerkronologie wurde auf die Grundbuchnummer 1182 verwiesen. Dort taucht ein gewisser Peter Kock als Grundstückseigentümer nach 1551 bis 1587 auf. Der alte Wasserleitungsplan von 1710 verzeichnet hier ein traufenständiges Haus mit eigenen Anschluss an die Wasserkunst am Markt. Weiterhin ist für das Grundstück die Nr. 539 in der Glashoff-Karte eingetragen (Abb. 2). Nach Angaben des Bauordnungsamtes erfolgte 1990 der "Bau eines Hotels". Den Akten der unteren Denkmalschutzbehörde folgend, wurde das Gebäude bei einer Explosion dreier Pulvertürme im Norden der Stadt, um 1799 stark beschädigt. Außerdem wurden Balkeninschriften und zwei Wappen aus dem 16. Jh. bei den Umbauarbeiten entdeckt.
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Gebäudebeschreibung
Das zweigeschossige und siebenachsige Traufenhaus (Abb. 1) ist über den drei Mittelachsen mit einem frontispitzartigem Dreiecksgiebel versehen. An der östlichen Seite ein rundbogiges Eingangsportal, mit umfaschten Leibungen angeordnet. Ein Schlussstein mit einem Wappen und der Inschrift „1560“ bildet den Abschluss. Die durch jeweils zwei Füllungsfelder mit viertelkreisrunder Eckausbildung versehen Fensterläden des Erdgeschosses, sind durch Aufnagelbeschläge befestigt. Über dem Erdgeschoss und unter der Traufe sind einfach profilierte Gesimse durchlaufend. Auch der Dreiecksgiebel ist dementsprechend unterzogen. Die Nordfassade zum Hof ist ab dem Obergeschoss in z.T. stark verformtem Fachwerk gehalten (Abb.3). Gleichmäßig angeordnete Ständer sind mit Fußbändern abgestützt. Dabei konnten an beiden Bauteilen geschlagene Abbundzeichen in römischer Zählweise festgestellt werden. Neben den herausschauenden Balkenköpfen, sind Schiffskehlen an Saumschwelle und Dachüberstand des Satteldaches auszumachen. Letzterer wird zudem mittels verzierter Knaggen unterstützt.
Die Lübsche Straße 37 ist voll unterkellert und mit Stahlbetondecken überspannt. Es war keine historische Bausubstanz gegenwärtig. Vom Kellerkataster wurden die Räume, einschließlich Umfassungswände in die Zeit nach 1945 datiert.
Das 3,65 m hohe Erdgeschoss ist an seiner östlichen Außenwand noch in klosterformartigem Mauerwerk sichtbar. Ferner konnten hier segmentbogenartige Nischen, welche in die heutige Decke hineinragten, ausgemacht werden. Eine steinerne Schrifttafel im Flur beschreibt eine 1904 erfolgte „Renovierung“ im „Anno 1560“ von „Petrus Klock“ erbautem Haus. Bei den 1990 geschehenen Umnutzungsarbeiten wurden Teilweise bemalte Hölzer vorgefunden. Der in Abbildung 4 gezeigte Deckenbalken des ehemaligen Obergeschosses, ist nun im neu erbauten Treppenhaus angebracht. In ähnlichen Formen liegt auch ein Balken im hofseitigen Anbau vor.
Das zweigeschossige und siebenachsige Traufenhaus (Abb. 1) ist über den drei Mittelachsen mit einem frontispitzartigem Dreiecksgiebel versehen. An der östlichen Seite ein rundbogiges Eingangsportal, mit umfaschten Leibungen angeordnet. Ein Schlussstein mit einem Wappen und der Inschrift „1560“ bildet den Abschluss. Die durch jeweils zwei Füllungsfelder mit viertelkreisrunder Eckausbildung versehen Fensterläden des Erdgeschosses, sind durch Aufnagelbeschläge befestigt. Über dem Erdgeschoss und unter der Traufe sind einfach profilierte Gesimse durchlaufend. Auch der Dreiecksgiebel ist dementsprechend unterzogen. Die Nordfassade zum Hof ist ab dem Obergeschoss in z.T. stark verformtem Fachwerk gehalten (Abb.3). Gleichmäßig angeordnete Ständer sind mit Fußbändern abgestützt. Dabei konnten an beiden Bauteilen geschlagene Abbundzeichen in römischer Zählweise festgestellt werden. Neben den herausschauenden Balkenköpfen, sind Schiffskehlen an Saumschwelle und Dachüberstand des Satteldaches auszumachen. Letzterer wird zudem mittels verzierter Knaggen unterstützt.
Die Lübsche Straße 37 ist voll unterkellert und mit Stahlbetondecken überspannt. Es war keine historische Bausubstanz gegenwärtig. Vom Kellerkataster wurden die Räume, einschließlich Umfassungswände in die Zeit nach 1945 datiert.
Das 3,65 m hohe Erdgeschoss ist an seiner östlichen Außenwand noch in klosterformartigem Mauerwerk sichtbar. Ferner konnten hier segmentbogenartige Nischen, welche in die heutige Decke hineinragten, ausgemacht werden. Eine steinerne Schrifttafel im Flur beschreibt eine 1904 erfolgte „Renovierung“ im „Anno 1560“ von „Petrus Klock“ erbautem Haus. Bei den 1990 geschehenen Umnutzungsarbeiten wurden Teilweise bemalte Hölzer vorgefunden. Der in Abbildung 4 gezeigte Deckenbalken des ehemaligen Obergeschosses, ist nun im neu erbauten Treppenhaus angebracht. In ähnlichen Formen liegt auch ein Balken im hofseitigen Anbau vor.
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Ein straßenseitiger Raum (Abb.5), heute als „Barocksaal“ bezeichnet,
ist an den Fensterleibungen mit Füllungspaneelen ausgestattet. Oberhalb
der Öffnungen verläuft, das Zimmer umrahmend, eine breite und mehrfach
profilierte Stuckleiste. Abbildung 5 macht weiterhin die alten
segmentbogigen Fensterstürze deutlich, welche jedoch in der
Außenansicht gerade erscheinen (vgl. Abb. 1).
Unter der neuen Stahlbetondecke ist ferner eine alte Deckenmalerei abgehängt worden (Abb.6). Auf diesem ebenfalls bei der Sanierung entdeckte Befund ist die Inschrift „Anno 1742 Dezember“ und der Sinnspruch „Gott führt die seinen wunderbar“ zu finden. Im 2,85 m großen Obergeschoss konnte keine historische Bausubstanz angetroffen werden.
Ein Sparren mit Auskehlung ist im Treppenhaus zum Dachgeschoss sichtbar. Jenes liegt als Kehlbalkendach mit zwei Kehlbalkenlagen und 11 Gebinden vor. Unterhalb der ersten Kehlbalkenlage ist es, wie auch das Obergeschoss zu Zimmern ausgebaut. Hier sind Sparren mit, in einer Höhe liegenden alten Blattsassen, sichtbar gelassen worden (wohl ursprünglich Schwalbenschwanzblätter). Über der ersten, jetzt höher gesetzten Kehlbalkenlage, konnten sowohl alte, als auch neue Konstruktionen erkannt werden. Eine Errichtung in Form eines einfach stehenden Stuhls mit aber unregelmäßigen angeordneten Hölzern als Stuhlrähm (Verbindungen mittels Bolzen und Nägeln) konnten ebenso ausgemacht werden. Die Sparren waren teilweise aufgedoppelt und bei etwa einem Meter über der zweiten Kehlbalkenlage abgetrennt. Hier wurde der Dachabschluss neu als Flachdachkonstruktion ausgebildet. Die Verbindung des Firstes konnte demnach nicht ermittelt werden. Die alten Kehlbalkenanschlüsse waren als Schwalbenschwanzblätter vorliegend. Abbundzeichen im römischen Zahlensystem wurden an der Nordseite mit Fähnchen geritzt, und an der Südseite als geschlagene angetroffen.
Unter der neuen Stahlbetondecke ist ferner eine alte Deckenmalerei abgehängt worden (Abb.6). Auf diesem ebenfalls bei der Sanierung entdeckte Befund ist die Inschrift „Anno 1742 Dezember“ und der Sinnspruch „Gott führt die seinen wunderbar“ zu finden. Im 2,85 m großen Obergeschoss konnte keine historische Bausubstanz angetroffen werden.
Ein Sparren mit Auskehlung ist im Treppenhaus zum Dachgeschoss sichtbar. Jenes liegt als Kehlbalkendach mit zwei Kehlbalkenlagen und 11 Gebinden vor. Unterhalb der ersten Kehlbalkenlage ist es, wie auch das Obergeschoss zu Zimmern ausgebaut. Hier sind Sparren mit, in einer Höhe liegenden alten Blattsassen, sichtbar gelassen worden (wohl ursprünglich Schwalbenschwanzblätter). Über der ersten, jetzt höher gesetzten Kehlbalkenlage, konnten sowohl alte, als auch neue Konstruktionen erkannt werden. Eine Errichtung in Form eines einfach stehenden Stuhls mit aber unregelmäßigen angeordneten Hölzern als Stuhlrähm (Verbindungen mittels Bolzen und Nägeln) konnten ebenso ausgemacht werden. Die Sparren waren teilweise aufgedoppelt und bei etwa einem Meter über der zweiten Kehlbalkenlage abgetrennt. Hier wurde der Dachabschluss neu als Flachdachkonstruktion ausgebildet. Die Verbindung des Firstes konnte demnach nicht ermittelt werden. Die alten Kehlbalkenanschlüsse waren als Schwalbenschwanzblätter vorliegend. Abbundzeichen im römischen Zahlensystem wurden an der Nordseite mit Fähnchen geritzt, und an der Südseite als geschlagene angetroffen.





